5. Europäisches ANME-Symposium „CAM in Europe- wellCAM!“

25.+ 26. September 2013, GOETHE Institute, Rue Belliard 58, 1040 Brussels

Bericht von Cécile Cassini

Redner 5. ANME Symposium in Brüssel

Klein, aber ausserordentlich fein, anspruchsvoll, inspirierend und zu konkreten Taten animierend war das diesjährige Symposium in Brüssel mit Beteiligten aus Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, England, Irland, Holland, Norwegen und der Schweiz.

Redner 5. ANME Symposium in Brüssel 
Redner 5. ANME Symposium in Brüssel
Workshop 5. ANME Symposium in Brüssel
Workshop 5. ANME Symposium in Brüssel
Workshop 5. ANME Symposium in Brüssel

Es sieht so aus, als ob ein neuer Wind uns selbstsicher mit einer Stimme sprechen lässt: Ein eindeutiges positives Ergebnis für die Entwicklung eines Profiles für einen CAM-Beruf in Europa (Complementary and Alternative Medicine) auf der Basis einer freiwilligen Regulierung, die die Anerkennung der EU-Kommission finden kann, war das herausragende Ergebnis des Symposiums.

Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, haben die Anwesenden beschlossen ein „Europäisches Komitee für einen CAM-Beruf“ zu gründen. Das Komitee soll bereits im Herbst die Arbeit aufnehmen, zunächst unter der Koordination des ANME-Büros. Es wird allgemein von einem zeit- und arbeitsintensiven Prozess ausgegangen, in den möglichst viele nationale und europäische CAM-Vertreter eingebunden werden sollen.

Einander treffen, austauschen, arbeiten, voneinander lernen, aber auch miteinander lachen und schliesslich feiern war in Brüssel dieses Jahr möglich und machte das Symposium zu einem besonderen Erlebnis.

Die zwei angekündigten EU-Parlamentarier hatten kurzfristig abgesagt, sodass mit Tina Hausser (FENACO), Ton Nicolai (EUROCAM), Stephen Gordon (ECCH) und Sascha Marschang von der European Public Health Alliance (EPHA) eine neue Runde gebildet wurde. Die Diskussion behandelte zwei Themenschwerpunkte:

Welche Form einer freiwilligen Regulierung eignet sich für einen CAM-Dachberuf oder für viele einzelne fachspezifische CAM-Spezialisten?
Hier wurden die Unterschiede recht klar gegenübergestellt.
Der zweite Punkt bearbeitete die Frage inwieweit eine freiwillige Regulierung für CAM-Ärzte und andere CAM-Anbieter in gleicher Form oder unterschiedlich gestaltet sein müsste?
Hierbei wurde deutlich, dass CAM-Ärzte einerseits begrenzenden Berufsregularien unterliegen und andererseits noch immer schweren Diskriminierungen innerhalb des Systems ausgesetzt sind. Eine legale CAM-Ausübung in allen europäischen Ländern des Europarates ist für alle CAM-Anbieter noch nicht möglich.

Resultate aus dem Workshop:

Übergeordnete Ziele:
Gesundheits- und Genesungskompetenz beziehungsorientiert betrachten und gemäss der Salutogenese und zugrundeliegender Tradition fördern, um so zu einem neuen Gesundheitsbewusstsein zu verhelfen
Längerfristiges Ziel:
mehr CAM-Selbstvertrauen entwickeln, Entwicklung eines europaweiten Systems der freiwilligen Regulierung in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission und nationalen Behörden
Nahes Ziel:
ein gemeinsames Bündnis bilden („Commun trunk“) und CAM-Berufsprofil(e) formulieren, eventuell in Orientierung am Vorbild und auf der Grundlage des „ Schweizer Modells“.
Die Gründung des „Europäischen Komitees für einen CAM-Beruf“ hat am 26.09.2013 in Brüssel stattgefunden. Mehrere ANME-Mitglieder und Symposiums-Teilnehmende aus verschiedenen Ländern haben ihre konkrete Mitarbeit zugesagt. Der „European CAM-Act“ soll vom neuen Komitee überarbeitet werden.

Alle Referentinnen und Vertreter von europäischen und nationalen Verbändern und Einzelteilnehmerinnen des 5. Europäischen ANME-Symposiums sind sich einig, dass das politische Auftreten mit einer Stimme wichtig ist, um gemeinsam innerhalb der EU etwas Nachhaltiges für die zukünftige Entwicklung der CAM bewirken und gestalten zu können.

Kontakt: ANME e.V., Waldstr.21, D-61137 Schöneck , Kontaktformular www.anme-ngo.eu