D/A/CH – Netzwerk für Gesundheitsförderung - Tagung am 4. März 2015 in Berlin

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Bericht von Zeynep Sayman (ANME)

Diese Tagung fand im Zusammenhang mit dem Public Health-Kongress »Armut und Gesundheit« im Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin statt.

Das deutschsprachige Netzwerk für nachhaltige Gesundheitsförderung in den drei Ländern Schweiz, Österreich und Deutschland hat sich 2010 gegründet. Die gemeinsame Tradition von verschiedenen Sozialversicherungsystemen und dezentraler Verantwortung auf der Ebene von Bundesländern bzw. Kantonen soll den fachlichen Austausch sowie die übergreifende Zusammenarbeit in den Bereichen der politischen Zuständigkeiten unterstützen.

In seiner Begrüßungsrede hob Prof. Dr. Eberhard Göpel, Gesundheitswissenschaftler und Koordinator von D/A/CH, den systematischen Ausbau der Gesundheitsförderung in der Europäischen Union im Sinne der Ottawa-Charta besonders hervor.

Deutsche Naturheilkunde-Szene entdeckt kulturelles Erbe

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Sondierungsgespräch zur Antragsstellung bei der UNESCO-Deutschland: Die Traditionelle Naturheilkunde als immaterielles Kulturerbe – 28. Oktober 2014 in Baden-Baden.

Bericht von Nora Laubstein

Der Arbeitskreis für mikobiologische Therapie (AMT) hatte ins Palais Biron in Baden-Baden geladen, um sich in konstruktiver Runde Gedanken über eine Antragstellung bei der deutschen UNESCO zu machen. Herr Dr. Peters moderierte die Veranstaltung und begrüßte im Gremium Herrn Hanke (UNESCO-D), Frau Schröpel (Hessisches Ministerium f. Wissenschaft + Kunst), Frau Heinze (Hufelandgesellschaft e.V.), Frau Laubstein (ANME e.V.), Frau Prof. Dr. Kraft (Uni-Rostock) und Frau Dr. Noseck-Licul (Dokumentationszentrum CAM, Wien).

Als Vertreter der deutschen Antragsteller waren erschienen: Frau Neff (DNB e.V.), Frau Wais (DAMID e.V.), Herr Dannhart (KNEIPP-Bund e.V.), Frau Dr. Boeddrich + Herr Krebs (EHK e.V.), Herr Mayer (HVB e.V.), Herr Germann (BDH e.V. + Phytaro), Frau Dr. Keim (IGHH e.V.) und Herr Dr. Schmidt (AMT e.V.). Somit waren neben Ärzten und Heilpraktikern auch die Patienten vertreten - eine Mischung, die sich im Verlauf der Veranstaltung als große Bereicherung erwies.

Erarbeitung von Berufsbildern für Tiergesundheitsberufe in Europa geplant

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Bericht von Dr. Ricarda Dill (ANME e.V.)

Auf Einladung des Vereins Artgerechte Tiergesundheit e.V. trafen sich am 18./19.6.2014 in Hattersheim etwa 30 Vertreter von Berufsverbänden aus 5 europäischen Staaten, um über die Herausforderungen für die Zukunft der Tiergesundheitsberufe und Ausbildungsinstitute zu beraten. Vertreter aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Schweiz und Österreich einigten sich darauf, Qualitätsstandards für die Ausbildung, Prüfung und Ausübung der folgenden Berufe bzw. Berufsfelder zu entwickeln: Dentistik für Pflanzenfresser, Hufpflege und Huftechnik, manuelle Therapien (Osteopathie, Physiotherapie, Chiropraktik, Dorn-Therapie), Tierheilpraktiker, Hundetrainer und Tierverhaltenstherapeuten.

„WHO-Traditionelle Medizin Strategie in Verbindung mit dem ICD-11 TM-Abschnitt“

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AGTCM-Kongress 2014 in Rothenburg o.d.T.

von Nora Laubstein
Stichworte: International Classification of Diseases (ICD-11)-Neu-Codierung der WHO/ Testlauf für Traditionelle Medizin (TM)/Beispiel TCM

In Zusammenhang mit dem international gültigen Krankheits-Klassifizierungssystem ICD hatte die deutsche ArbeitsGemeinschaftTCM (AGTCM) in Zusammenarbeit mit der Europäischen TCM-Association (ETCMA) Herrn Nenad Kostanjsek, Technical Officer für Statistik und Klassifizierung bei der WHO in Genf eingeladen, um mit seinem Team in einem dreiteiligen Referat einen Überblick darüber zu geben, wie sich das ICD-System der WHO seit seinem Beginn im Jahre 1900 entwickelte.
Ab 1948 werden mit diesem System offiziell und weltweit anerkannt alle Krankheiten mit einer Kodierung versehen und systematisch aufgelistet, bisher allerdings ohne eigene Krankheitsdefinition.

Dies soll mit der neuen Version ICD-11 (von 2010-2017) geändert werden: Zusätzlich zur Erstellung von Krankheitsdefinitionen wird in Zusammenarbeit mit der Abteilung von Dr. Zang Qi (T&CM) an einer Ergänzung der bisherigen Facharztdisziplinen für CAM in Form einer ICTM-Arbeitsgruppe gefeilt. Das WHO-TM-Modul-1 wird gegenwärtig von nur drei Ländern, China, Korea und Japan, gestützt. In der Vergangenheit wurden acht CAM-Verfahren standardisiert (darunter neben der asiatischen TM auch Homöopathie, Osteopathie und Chiropraktik) und mit der allgemeinen WHO-Benchmark-Richtlinie für T&CM verbunden.

Für Herrn Kostanjsek steht fest: Die T&CM ist Teil des Gesundheitsbereichs, aber: „Die TM zählt solange nicht, solange wir die TM nicht zählen!“

Zusätzliche Forderungen nach Qualität und Sicherheit erhöhen den Druck und daher besteht die Notwendigkeit eine hochwertige Kategorisierung zu finden! Daraus ergeben sich für die WHO folgende zu entwickelnde Perspektiven:

Belgien beschränkt durch neues Gesetz den Zugang zu homöopathischer Behandlung

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Am 29. April 1999 stimmte das belgische Parlament, im Einklang mit nationalen und internationalen Empfehlungen zu Komplementär und Alternativ- medizinischen Verfahren, unter anderem durch den Europarat und das Europaparlament,  dem sogenannten Colla- Gesetz zu. Dieses hatte die Regulierung der vier beliebtesten CAM Therapien zur Aufgabe: Akupunktur, Chiropraktik, Homöopathie und Osteopathie.

In den folgenden Jahren wurden Berufsorganisationen für diese Therapieverfahren gegründet, unter ihnen auch die Liga Homeopathica Classica für Homöopathie. Die Liga erstellte hohe Standards zu Ausbildung und Berufsprofil des Homöopathen nach den Richtlinien des European Central Council of Homeopaths (ECCH),  um für eine gesetzliche Regelung gerüstet zu sein.

Schließlich setzte das Gesundheitsministerium unter zunehmendem Druck vier Ausschüsse (jeweils einen für jede der oben genannten Therapien) ein, um die Details zur Regelung der Ausübung zu erarbeiten. Bedauerlicherweise waren diese Ausschüsse weder demokratisch formiert, noch enthielten sie eine angemessene Vertretung durch Verbraucher/Patienten.

Am Montag, den 12 Mai 2014, 15 Jahre nach Einführung des Colla-Gesetzes, wurde nun ein königliches Dekret durch das Gesundheitsministerium veröffentlicht, welches nicht-ärztlichen Homöopathen die Freiheit der Berufsausübung verweigert und Patienten die freie Wahl der Therapieform jetzt und für die Zukunft nimmt.

Eine Anhörung zum Arbeitsstand der europäischen Arzneimittelbehörden zur Zulassung homöopathischer Arzneimittel

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Ein Bericht vom Treffen der Arbeitsgruppe für homöopathische Arzneimittel (Homeopathic Medicinal Products Working Group – HMPWG) der nationalen Arzneimittelbehörden und -Agenturen (Heads of Medical Agencies – HMA). Die HMA versteht sich als europäisches Netzwerk der Behörden, die für die Zulassung von Human- und zuständig sind. Sie bemüht sich um einheitliche Regelungen im Sinne der europäischen Binnenwirtschaft und arbeitet mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA), der Europäischen Kommission und weiteren Stellen zusammen.

von Carl Classen, VKHD und ANME

Die Einladung gab den europäischen Organisationen der Arzneimittelhersteller, der Ärzte und Heilpraktiker und der Patienten die Möglichkeit, ihre Sichtweise zu folgenden Themen vorzubringen:

  1.  Aktuelle Leitlinien der HMPWG zu folgenden Themen:
    –   „Rechtfertigung homöopathischen Gebrauchs“ bestimmter Ausgangsstoffe als Arznei,
    –   Handhabung der niedrigsten als sicher geltenden Verdünnung resp. Potenzstufe homöopathischer Arzneien,
    –   Homöopathische Terminologie in verschiedenen europäischen Sprachen.
  2. Was behindert das „wechselseitige Anerkennungsverfahren“, welches zentrale, in der gesamten EU gültige Arzneimittelzulassungen ermöglicht?
  3. Die Verfügbarkeit und Erhältlichkeit homöopathischer Arzneimittel in Europa.
  4. Vorschläge zu Gegenständen, um welche die HMPWG sich kümmern sollte.
  5. Generelle Erwartungen an die zukünftige Arbeit der HMPWG.

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