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83. Tagung für Naturheilkunde

Prävention und Gesunderhaltung – ein Beitrag der Heilpraktiker zur Volksgesundheit

Die Münchner „Tagungen für Naturheilkunde“ sind seit über 50 Jahren Anziehungspunkt für  Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker aus ganz Deutschland. Ebensolche Tradition wie die Tagung selbst ist die Eröffnungsveranstaltung, zu der die Gesundheitspolitiker aller Parteien sowie Vertreter der Staatsregierung und der Stadt München zu Gast sind.

Berufsständischen Referat von Ursula Hilpert-Mühlig, Vizepräsidentin des FDH-Bundesverbandes und stellv. Vorsitzende des Heilpraktikerverbandes Bayern

Bei der Eröffnungsveranstaltung im voll besetzen Vortragssaal wurde in einem berufsständischen Referat von Ursula Hilpert-Mühlig, Vizepräsidentin des FDH-Bundesverbandes und stellv. Vorsitzende des Heilpraktikerverbandes Bayern, Gesundheitsförderung als eine gesellschaftspolitische Aufgabe dargestellt, in die auch Naturheilkunde und Heilpraktiker einzubeziehen sind.

Kneippen ist immaterielles Kulturerbe

Die Kneipp-Therapie mit ihren fünf Säulen Wasserheilkunde (Hydro- und Balneotherapie), Heilpflanzen (Phytotherapie), Bewegung, Ernährung (Diätetik) und Ordnungstherapie (Soziales Verhalten, Biorhythmus sowie integrativ: Body and Mind-Therapy) hat von der Deutschen UNESCO die Anerkennung als ein lebendiges, gestern-heute-und-morgen gemeinsam angewendetes immaterielles Kulturerbe erhalten!

Das ist eine bedeutende Würdigung von unterschiedlichen Verfahren der CAM (Komplementäre und Alternative Medizin). Es zeigt zusätzlich die kulturelle Bedeutung auf, die diese Verfahren für Gesundheitspädagogik, Fürsorge und Prävention sowie Heilbehandlungen besitzen. Für die Menschen bedeutet die Anwendung von CAM-Verfahren: die Erfahrung eines Gemeinschaftsgefühls. Gerade hier zeigt sich auch die positive Bedeutung von Selbsthilfe in Form von „Hilfe zur Selbsthilfe“!

Am Beispiel der Kneipp-Verfahren zeigt sich auch, dass die kulturelle Einschätzung und Berücksichtigung ein zweites gesundheitsbezogenes Standbein für die Bewertung naturheilkundlicher Verfahren und Gesundheitspolitik ist!

Weltgesundheitsorganisation

Ganz anders als die EU agiert die WHO im CAM-Bereich: Die dort zuständige Abteilung für Traditionelle Medizin-TM unter der Leitung von Dr. Zhang Qi ist zwar personell klein, hat dafür jedoch bereits vieles geleistet.

Sieben Ausbildungsleitfäden (Benchmarks), über 190 pflanzliche Monografien, ein neu überarbeitetes T&CM-Strategiepapier 2014-2023, die Entwicklung eines TM-Diagnoseschlüssels für das neue ICD-11-Kodierungssystem und die ratifizierte Resolution von 2014. In diesem Jahr hatte die Vollversammlung (WHA) der Weltgesundheitsorganisation WHO mit den Stimmen von 194 Mitgliedsstaaten, darunter sämtliche europäischen Staaten eine Resolution zur Traditionellen Medizin (TM=T&CM=CAM) verabschiedet. In dieser Resolution wurden die Staaten dazu aufgerufen in ihren jeweiligen Gesundheitssystemen die TM mit einzubeziehen, bzw. zu integrieren. China, Japan, Korea, USA, Australien, Kanada und jetzt Indien sowie weitere Staaten sind dabei diese Resolution umzusetzen. Regierungen, Universitäten, Gesundheitsberufe und Hersteller unterstützen offiziell eine positive TM-Politik und arbeiten zusammen.

Auf der diesjährigen WHA2016 im Mai wurde die Bildung einer TM-Arbeitsgruppe angeregt, an der auch CAM-Vertreter beteiligt werden sollen...