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Association for Natural Medicine in Europe e.V.

...für eine naturbasierte Gesundheitsförderung in Europa!

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Globale Referenzliste der WHO-Indikatoren

Für traditionelle, komplementäre und integrative Medizin für die Leistung der Gesundheitssysteme


Quelle: WHO Global Traditional Medicine Centre, Dezember 2025

Im Zusammenhang mit der neuen 10-Jahresstrategie der WHO in Bezug auf Traditionelle Medizin wurde nach der Gudjarat-Deklaration und der Dehli-Erklärung eine global gültige Referenzliste verfasst. Das darin enthaltene Glossar benennt neu formulierte Definitionen wie folgt:

  

Glossar i

Integrative Medizin

Dies ist ein interdisziplinärer und evidenzbasierter Ansatz für Gesundheit und Wohlbefinden, der eine Kombination aus biomedizinischem, traditionellem und/oder komplementär­medizinischem Wissen, Fähigkeiten und Praktiken nutzt.

Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD)

Die internationale Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, abgekürzt ICD, dient der Erfassung und Meldung von Gesundheitszuständen und gesundheitsbezogenen Zuständen weltweit. Die ICD gewährleistet die Interoperabilität und Vergleichbarkeit digitaler Gesundheitsdaten. Sie umfasst Krankheiten, Störungen, Gesundheitszustände und vieles mehr. Die Aufnahme einer bestimmten Kategorie in die ICD hängt von ihrer Nützlichkeit für die verschiedenen Verwendungszwecke der ICD und von ausreichenden Nachweisen für das Vorliegen eines Gesundheitszustands ab.
Die traditionelle Medizin ist als separates Kapitel in der 11. Revision der ICD (ICD-11) zur optionalen Verwendung enthalten. Das Kapitel 26 enthält eine Liste von Diagnosekategorien für die Erfassung und Meldung von traditionellen medizinischen Zuständen in standardisierter und international vergleichbarer Weise.
Glossar K

Komplementärmedizin

Komplementärmedizin bezeichnet zusätzliche Gesundheitspraktiken, die nicht Teil der Schulmedizin eines Landes sind. Evidenzbasierte Komplementärmedizin hat das Potenzial, die Schulmedizin zu unterstützen und die Bedürfnisse nach Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen umfassender zu fördern.

Krankenhaus

Dazu gehören: (a) öffentliche Allgemeinkrankenhäuser, d. h. Krankenhäuser, die eine Reihe unterschiedlicher Dienstleistungen für Patienten verschiedener Altersgruppen und mit unterschiedlichen Erkrankungen anbieten; (b) öffentliche Fachkrankenhäuser; (c) Bezirks-/Erstversorgungskrankenhäuser, d. h. Krankenhäuser der ersten Überweisungsebene, die für einen Bezirk oder ein bestimmtes geografisches Gebiet mit einer bestimmten Bevölkerungszahl zuständig sind und von einer politisch-administrativen Organisation wie einem Bezirksgesundheitsmanagementteam geleitet werden; und (d) private Krankenhäuser, d. h. Krankenhäuser, die nicht im Besitz von staatlichen oder halbstaatlichen Organisationen sind (einschließlich privater gemeinnütziger [z. B. im Besitz religiöser Organisationen] und privater gewinnorientierter Krankenhäuser).
Glossar P

Pflanzliche Arzneimittel

Pflanzliche Arzneimittel umfassen Kräuter, pflanzliche Stoffe, pflanzliche Zubereitungen und fertige pflanzliche Produkte, die als Wirkstoffe Teile von Pflanzen, pflanzliche Stoffe oder Kombinationen davon enthalten. In einigen Ländern können pflanzliche Arzneimittel traditionell natürliche organische oder anorganische Wirkstoffe enthalten, die nicht pflanzlichen Ursprungs sind (z. B. tierische und mineralische Stoffe).

Primäre Gesundheitsversorgung

Ein gesamtgesellschaftlicher Ansatz für Gesundheit, der darauf abzielt, das Niveau und die Verteilung von Gesundheit und Wohlbefinden durch drei Komponenten zu maximieren, nämlich: (a) Primärversorgung und wesentliche Funktionen der öffentlichen Gesundheit als Kernstück integrierter Gesundheitsdienste; (b) sektorübergreifende Politik und Maßnahmen; und (c) befähigte Menschen und Gemeinschaften.
Glossar T

Traditionelle Medizin

Der Begriff bezieht sich auf kodifizierte oder nicht kodifizierte Systeme für die Gesundheitsversorgung und das Wohlbefinden, die Praktiken, Fähigkeiten, Kenntnisse und Philosophien umfassen, die ihren Ursprung in unterschiedlichen historischen und kulturellen Kontexten haben, sich von der Biomedizin unterscheiden und dieser vorausgehen und sich aus einer erfahrungsbasierten Grundlage heraus mit der Wissenschaft für den aktuellen Gebrauch weiterentwickelt haben.
Die traditionelle Medizin legt den Schwerpunkt auf naturbasierte Heilmittel und ganzheitliche, personalisierte Ansätze zur Wiederherstellung des Gleichgewichts von Geist, Körper und Umwelt. Traditionelle und komplementäre Medizin vereint die Begriffe „traditionelle Medizin” und „komplementäre Medizin”. Traditionelle, komplementäre und integrative Medizin vereint die Begriffe „traditionelle Medizin”, „komplementäre Medizin” und „integrative Medizin”.
Glossar W

Wohlbefinden (well-being)

Wohlbefinden ist ein positiver Zustand, den Einzelpersonen und Gesellschaften erleben. Ähnlich wie Gesundheit ist es eine Ressource für das tägliche Leben und wird durch soziale, wirtschaftliche und ökologische Bedingungen bestimmt. Wohlbefinden umfasst die Lebensqualität sowie die Fähigkeit von Menschen und Gesellschaften, mit einem Gefühl von Sinn und Zweck zur Welt beizutragen. Die Fokussierung auf Wohlbefinden unterstützt die Verfolgung einer gerechten Verteilung von Ressourcen, des allgemeinen Gedeihens und der Nachhaltigkeit. Das Wohlbefinden einer Gesellschaft lässt sich daran messen, inwieweit die Gesellschaft widerstandsfähig ist, Handlungskompetenzen aufbaut und bereit ist, Herausforderungen zu meistern.

Entnommen aus: „Globale Referenzliste der WHO für Indikatoren der traditionellen, komplementären und integrativen Medizin zur Leistungsbewertung von Gesundheitssystemen“ → WHO/ Publications/ Overview/